Nug Mui  
Kinder
 

Nug Mui zählt zu den wenigen Sportarten, bei denen sämtliche Muskeln des Körpers gefordert und gefördert werden. Eine Folge des Kindertainings ist ein ausgeprägtes Gleichgewichtsgefühl, Lockerheit und richtiges Verhalten bei Stürzen.

Das allein reicht natürlich nicht aus. Wenn der andere einem auf die Pelle rückt muss man zunächst akzeptieren, dass man ihn nur durch eigenen Körperkontakt abwehren kann. Aber wie soll das geschehen, wenn Schulkindern schon nach kleinen Raufereien ein Elternbrief mit auf den Weg gegeben wird? Woher soll jemand wissen, wie er sich zu wehren hat, wenn ihm weit und breit dass Raufen/Balgen verboten wurde? Wie soll er im Zweikampf den angemessenen Krafteinsatz erspüren?

Kinderwurf

Beim Raufen mit Regeln lernen Kinder genau das. Dabei werden die Regeln vorher mit den Kindern besprochen und von ihnen festgelegt. Und weil bei der direkten körperlichen Auseinandersetzung, nicht nur das Gewinnen im Mittelpunkt steht, nie der Andere zu Grunde gerichtet wird, geht es auch fair zu.

Dass zu wettkampforientierte Techniken, wie Ausheber, Wurf-, Hebel-, und Würgetechniken für den kindlichen Körper schädlich sein können, bemängeln Sportmediziner immer wieder (siehe Fachzeitschrift „Der Kinderarzt“). Leider finden diese Erkenntnisse bei Judo Kinder- und Jugendturnieren keinen Niederschlag.

Außerdem scheint bei vielen Kindern der spätere Kampf um den Arbeitsplatz schon von der Grundschule an eingeimpft zu werden. Leistungsdruck und fehlender Freiraum für Kinder sind aber Gift für eine gesunde Entwicklung. Wir setzen dem eine angstfreie Atmosphäre zum Ausprobieren entgegen. Denn sinnvoller Wettkampf tut Kindern gut, wenn er Selbstdisziplin und soziales Verhalten fördert.

Weitere Informationen:

1. Presse Kids und Co
2. Presse Wochenkurier
3. Nug Mui Projektwoche Glashütte