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Irgendwann in früher Jugend
hatte ich mich mal mit Boxen beschäftigt lang
ists her. Seither habe ich beim Sport, sei es Tennis,
Rad fahren oder Nordisch, die Kontrahenten immer
auf Distanz gehabt.
Dippoldiswalde. Bei Nug Mui
ist das anders. "Wir wollen keine Schläger
heran züchten, aber selbstbewusste
Menschen, die sich zur Wehr setzen können".
erläutert Nug Mui-Trainer Jörg
Eckstein. Mit fünf weiteren Kursteilnehmern
stehe ich an einem Dienstagabend in seiner
Dippser Kampfsportschule, um die Grundlagen
dieser chinesischen Selbstverteidigungskunst
kennen zu lernen. Zuvor habe ich eine halbe
Stunde beim Kinderkurs zugesehen. Steppkes
ab vier Jahren unterrichtet Eckstein in
Nug Mui. Funktioniert das in dem Alter?
"Hier kann ich keine reine Technik unterrichten,
es geht viel um Bewegung und auch Spiel",
erklärt er. Und ums Selbstbewusstsein der kleinen Kämpen. "Wenn euch ein Erwachsener mitnehmen will, da habt ihr immer eine Waffe bei euch. Sie ist laut" erklärt Jörg Eckstein. Es dauert, bis die kleine Horde darauf
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Kampfsport ist auch schon in jungen Jahren ein Thema.
Hier übt Jörg Eckstein mit seiner Kindergruppe. Foto:ron
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es drauf haben. Da soll mal einer kommen! "Aber natürlich belässt es ein Gegner nicht dabei, uns am Arm festzuhalten", holt uns der Trainer auf den Boden der Tatsachen zurück. Er spricht von fünf Abwehrdistanzen, die bei der
verbalen Abwehr beginnen und auf dem Boden enden. Am ersten Abend bleibt es bei der Abwehr auf Schlagreichweite. Es knackst einmal kurz in meinem Fingergelenk, als ich etwas verspätet loslasse. Am nächsten Tag sind Finger, Knöchel und Unterarme verdächtig
rot eingefärbt. Dabei haben sich Sandsack und Trittmatte nicht mal gewehrt! Eine Woche Zeit zur Regeneration. Die erste Lektion habe
ich gelernt. Wie sagte Jörg Eckstein? "Es geht auch darum, Grenzen zu erkennen.
Ronald Willmann
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kommt. Hand, Füße? Nein "Schreien!" kommt es schließlich. Sofort übt er es mit ihnen. "Lass mich los!" brüllt es durch den Raum. Es ist nicht immer einfach, den "Flohzirkus" unter Kontrolle zu halten, doch der 29-jährige Eckstein bewahrt eine bewundernswerte Ruhe. "Das kenne ich von zu Hause. Ich bin dreifacher Familienvater", meint er nur zu dem Tohuwabohu. Zum Schluss kriegt jeder eine süße Belohnung. Die gibt es bei unserer Gruppe nicht - dafür neue Erfahrungen. "Nug Mui ist kein Wettkampfsport. Es geht nicht um akrobatische Beinschwünge, die nach Applaus und Staunen heischen,
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aber uns im Ernstfall angreifbar machen", stellt der Trainer klar.
Effizienz statt Show
Effiziente Selbstverteidigung, die gegen körperlich überlegene Gegner angewandt werden kann, dass ist der Sinn dieses Systems. "Und dieser Gegner kämpft nicht nach Regeln. Da hilft keine Boxverteidigung, die darauf baut, dass Tiefschläge ohnehin verboten sind", schlägt er stets den Bogen zur Realität. Wie befreie ich mich aus einem Armgriff - die erste Lektion. Eckstein macht es vor, erläutert die physikalische Wirkungsweise – Und es klappt. Ich übe es mehrmals mit meinem Partner und nach kurzer Zeit kriegen wir das Gefühl, dass wir
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