Nug Mui  
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Reportage (Teil 4)

Jahrelanger Weg durch die Schülergrade

Wie Judo oder Karate kennt auch Nug Mui klar definierte Leistungen. Das Training ist die Vorbereitung auf die Straße. Nicht um sportliche Wettkämpfe und Ehren geht es bei Nug Mui, sondern um die praktische Bewährung.

Diese erreicht der Schüler nicht mit- tels einiger Tricks, die man sich ab- schaut und nach- macht. „Um einen Angriff auf der Straße abwehren zu können müssen wir uns auf alle Distanzen ein- stellen.

Man kann das Wegschlagen des gegnerischen Fausthiebes perfekt

Holzpuppe

Trainingsmethode am Holz. Das stellt zwar keine Kampfsituation dar, trainiert aber die Beweglichkeit. Foto: ron

Zum Trainieren be- darf es nicht immer eines Gegners. Ansatzlose Schläge über kurze Dis- tanzen, meist ohne Ausholbewegung, wenig spektakulär, aber umso effektiver - die Grundlagen dafür werden in Bewegungsübungen gelegt. Deren Sinn wird deutlich, wenn es darum geht, einem Haltegriff auszuweichen, Koordination und Beweglichkeit sind gefragt. „Das ist ein Automatismus, den man nur durch immerwährendes Üben lernt“ sagt Jörg Eckstein. Wir haben unsere Hausaufgaben bekommen.

R. Willmann

beherrschen und zieht dennoch den Kürzeren, weil ein Kampf mehrere Fa- cetten kennt“, erklärt Kampfsport-Trainer Jörg Eckstein.

Wie in anderen Kampftechniken gibt es auch bei Nug Mui ein klar definiertes Leistungsspektrum. Es gibt zwölf Schülergrade,

bevor der Meister beginnt. Ungefähr nach dem sechsten, weiß der Lehrer, hat man das Rüstzeug für einen Kampf auch gegen körperlich überlegene Gegner. Später kommt die Ver- teidigung gegen be- waffnete oder mehrere Gegner.

Trockenübungen

Wir stehen noch am Anfang.