Nug Mui  
Philosophie
 

Für Nug Mui ist der Chán Buddhismus von Bedeutung. Buddha überlegte, wie man das Leid dieser Erde, wie man Alter, Krankheit und Tod überwinden könnte. Unter dem Feigenbaum sitzend empfing er nach langen Jahren seine Erleuchtung: die Erlösung vom Leiden.

Alles Leiden kommt von den Wünschen, so Buddha. Heute würden wir vielleicht sagen: von unseren Ansprüchen. Wenn wir aufhören all den schönen Dingen, wie Glück, Wohlbehagen, Anerkennung und Zärtlichkeit hinterher zujagen, dann werden wir auch das Leid kleinkriegen. Man muss erst den Hunger beherrschen, dann wird man auch das Leid beherrschen. Wer das erreicht, wer zu allen Menschen gleich gütig ist und nichts verlangt - der wird Ausbrechen aus dem Kreislauf der Wiedergeburt, dachte sich Buddha. Der dahin führende Weg ist ein „mittlerer Weg“, der zwischen der sinnlosen Selbstquälerei und dem gedankenlosen Wohlleben zur Erlösung führt.

Buddhismus

Buddhisten meditieren, indem sie ihr rationales Denken und Ihre Logik abschalten, um auf anderen Wegen Erkenntnisse zu erlangen. Wenn sich die Arme im Nug Mui Chi Sao berühren, um die Druckrichtung des Anderen zu erspüren, wird das logische Denken umgangen. Es werden Reflexe so eingepflanzt, dass sie immer ganz instinktiv in Erscheinung treten. Denn Reflexe sind schneller als Denkvorgänge.

Die Selbstdisziplin, die ein Buddhist aufbringt, macht den Nug Mui Praktizierenden zum immer Übenden und Lernenden, der nicht aufgibt. Er weiß, dass sein Können nur durch hartes, geduldiges und mitunter leidvolles Training erarbeitet werden kann.

Der Buddhismus definiert die Disziplin und die Einstellung zum Training.