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Der Konfuzianismus ist die bedeutendste philosophische Geisteshaltung
in China. Konfuzius glaubte an den guten Kern im Menschen. Die Sorge
um den Mitmenschen, unser Mitleid mit den Anderen – das ist uns
allen angeboren. Jeder, der ein Kind am Fluss spielen sieht, der wird
Angst haben, es könne hineinfallen, so Meister Kung. Alles „Böse“
im Menschen sei durch zu wenig Einsicht entstanden.
Wer schon als Kind immer „anständig“ zu seinen Eltern
war und für sie sorgt, der wird es auch zu Anderen sein, der wird
die Gesetze des Staates achten, so wie er einst auf seinen Vater hörte.
Gemeint ist damit nicht der blinde Gehorsam des Untertanen gegenüber
dem Herrscher. Der Meister verlangte, dass jeder seine individuelle
Verantwortung erkenne - auch der Übergeordnete.
Und weil für Konfuzius die Beziehungen zwischen den Menschen
so wichtig war, legte er auf die Beachtung der Sitten, Riten („li“)
besonders viel Wert. Dem anderen zur Begrüßung die Hand zu
geben, die Tür aufzuhalten, zueinander freundlich zu sein, das
hilft alles nichts, wenn es nicht ehrlich gemeint ist.
Das Schlüsselwort seiner Morallehre ist "jen", das
als Liebe, Güte, Menschlichkeit übersetzt wurde. Diese hohe
Tugend äußert sich in der Ehrlichkeit und Nächstenliebe
in zwischenmenschlichen Beziehungen. Konfuzius empfahl, genauso, wie
Buddha und Jesus die goldene Regel „Was du willst, dass man dir
nicht tu´, das füg´ auch keinem anderen zu."
Der Konfuzianismus bestimmt den Verhaltenskodex, das Miteinander im
Nug Mui.
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