Nug Mui  
Philosophie
 

Taoismus steht in der chinesischen Philosophie für natürlichen Wandel, für Wachsen, Blühen und Vergehen. In Wind und Wetter, im Wechsel von Tag und Nacht, in Pflanzen und Tieren, im Universum, in der ganzen Welt erkannte der Weiße Laotse ein großes Gesetz. Er nannte es Tao.

Durch dieses Tao entwickelt sich alles in natürlicher und guter Weise - wie von selbst. Nur der Mensch lässt es nicht zur Wirkung kommen. Mit seiner Rastlosigkeit, seinen Plänen und Gedanken stört er den natürlichen Lauf der Dinge. Er läßt es nicht an sich heran. Er beeinflusst den ewigen Kreislauf. Doch wie kann der Mensch mit der Natur in Einklang leben?

Taoismus

Laotse (6. Jh. v. Chr.) auf einem Wasserbüffel. Neuere Forschungen lassen glauben Laotses Klassiker Tao-Te-King sei eine Textsammlung unterschiedlicher taoistischer Gelehrter. „Laotse“ ist ein Ehrentitel für „Alter Meister“.

Indem er nichts tut: antworten die Taoisten. Wird er passiv wie ein Baum oder eine Blume kann das große allgemeine Gesetz, das Tao, zu wirken beginnen. Dann kann der Mensch durch Nichtstun wirken.

Ein Taoist drängt niemanden seine Meinung auf oder versucht, andere zu belehren. Idealerweise wirkt er aber als Vorbild. Die Taoisten gewinnen Erkenntnisse aus dem Betrachten ihrer Umwelt. Genauso, wie der Nug Mui Schüler, der die einfachen und natürlichen Bewegungen seines Lehrers beobachtet.

Nach taoistischem Verständnis dominiert das Weiche über das Harte, der Klügere über den Rohen. So ist es einem Gegner unmöglich, die Bewegungen eines Nug Mui Geübten vorauszusehen. Denn dieser handelt ohne vorherigen Plan, absichtslos und angepasst. Verteidigung durch Nug Mui ist wie das Wasser. Wasser kann weich fließen aber auch die härtesten Steine zerstören. Kommen den weichen Bewegungen eines Nug Mui Kämpfers Blockierungen in die Quere, fließt er elegant daran vorbei und erreicht dennoch sein Ziel.

Der Taoismus gibt vor, wie Nug Mui im Kampf angewendet wird.