Nug Mui  
Schulen
 

Beim individuellen Gruppentraining sind Polizist, Ärztin, Tischler und Verkäuferin genauso fieberhaft bei der Sache wie Student oder Kellnerin. An den Stunden nehmen primär Menschen teil, denen es vordergründig um Selbstverteidigung geht. Für andere steht der Ausgleich zum Beruf oder Alltag im Vordergrund. Wieder andere möchten sich auf sich selbst einlassen und in entspannter Atmosphäre partnerschaftlich trainieren.

Kettenfaust Schläge

Beim Unterricht wechseln Theoretisches und Praktisches einander ab. Nach der obligatorischen Verbeugung starten alle mit einer typischen Bewegungsfolge die oberflächlich dem Schattenboxen ähnelt. Weiter geht´s mit Reflextraining. Immer wieder klatschen die Arme der Pärchen aufeinander, man sieht Fußtritte, schnelle Ausweichschritte. Aktion und Reaktion gehen ins reflexartige über und erfordern kein Nachdenken mehr. Eine kleine Gruppe separiert sich, ihre Arme lösen sich und suchen wieder Kontakt. Mit der taktilen Angriffserkennung wird die Schlagrichtung des gegnerischen Armes erfühlt. Leichtsinnigkeiten und hoher Krafteinsatz des Partners werden sofort zum eigenen Vorteil genutzt.

Dann heißt´s: Kraft des Gegners aufnehmen, umlenken und gegen ihn richten. Es folgt ein Teil zur Anwendung der Schläge und Fußtritte. Immer wieder mimt ein Nug Mui Schüler den Provokateur, „pöbelt“ seien Partner an, rempelt und greift in einem affenartigen Tempo an. Doch gleichzeitig schießt aus seinem eben noch gelassenen Trainingskollegen eine Serie lückenloser, extrem kurzer aber hochexplosiver Schlagserien heraus, die die Attacke beendet. Nach ein paar schnellen Schlagübungen kehren alle zufrieden in ihre Umkleide zurück.